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Newcomer

Inhalt: 
1. Einleitung
2. Der Sport
3. Die Ausrüstung
4. Das Bike
5. Die Streckenwahl
6. Körperliche Voraussetzungen
7. Checkliste für Rennen

Einleitung
Willkommen im Bereich „Einsteiger Tipps“. Dieser Bereich ist hauptsächlich für diejenigen gedacht, die neu in diesem Sport sind oder die gerade erst damit anfangen. Wir haben euch ein paar Tipps und Ratschläge zusammengestellt, um euch den Einstieg in diese Sportart etwas leichter zu gestalten. Welches Rad ist das richtige für mich, was für eine Ausrüstung benötige ich und wie sollte ich am ehesten mit dem Sport anfangen. Auf all diese Fragen versuchen wir in den nachfolgenden Kategorien Antworten zu finden, damit die ersten Downhill/Freeride Ausflüge nicht im totalen Chaos enden und ihr nicht komplett ins kalte Wasser geschmissen werdet.
 
Um euch die Suche nach einem bestimmten Thema zu erleichtern haben wir die Tipps in verschiedene Kategorien eingeteilt. So könnt ihr direkt zu den Punkten springen die euch interessieren.
 
 
Der Sport
Wir schreiben die frühen 70er. Mount Tamalpais, in der Nähe von San Francisco ( USA ). Ein uralter und klappriger Pritschenwagen fährt die staubige Schotterpiste bergauf. Hinten auf der Ladefläche sitzen ein paar junge Männer. Dabei wundert sich keiner, dass sich unter ihnen auch Gary Fisher, ein Pionier des Mountainbiken, befand, der sich erinnert:
 
„Niemand hätte vor 25 Jahren gedacht, welche Fahrrad-Bewegung wir da in Gang setzten“
 
Die Räder, die sie festhalten sind uralte, klobige Drahtesel, die mit dickeren Reifen, Stahlfelgen und gewaltigen Trommelbremsen ausgestattet sind. Die Räder sind so schwer, dass es viel zu anstrengend ist, um mit ihnen bergauf zu fahren. Aber dafür ist ja der Pickup da. Die Forstpisten hoch über dem Pazifik waren die idealen Rennstrecken für sie.
Trotz zahlreicher Pannen wie Platten, Rahmenbrüchen, … ging der Spaß nie verloren. Vielmehr wurde aus jeder Panne eine neue Erkenntnis gezogen. Die Räder wurden stabiler, leichter und bekamen Federgabeln sowie Dämpfer verpasst, die schnellere und komfortablere Abfahrten ermöglichten. Aus den damaligen Abfahrten auf einfachen Schotterpisten entwickelten sich mit der Zeit Rennen auf abgesperrten Strecken.

Und so hat alles begonnen. Den amerikanischen Pionieren sei dank. Denn sonst säßen wir jetzt nicht hier an unseren Computern und würden euch Tipps zusammenstellen die euch diesen Sport etwas näher bringen sollen.
 
Es fing also, wie so viele Extremsportarten, in den Bergen der USA an. Mit den damaligen Anfängen kann man den Sport, so wie er sich bis heute entwickelt hat, nicht mehr wirklich vergleichen. Was jedoch über die ganzen Jahre des Fortschritts und der Entwicklung gleich geblieben ist, ist die Faszination und der Aspekt, dass es immer bergab geht.

Auf fast jeden wirken „Extremsportarten“ anziehend und faszinierend. Wenn man den Leuten erzählt, dass man MotoX fährt, sich am Wochenende mit seinen Freunden bei Downhillrennen den Berg hinunter stürzt, oder einen anderen Extremsport betreibt, heißt es oft: “Ihr seid ja verrückt, dass ist doch viel zu gefährlich.“

Ist es wirklich so verrückt? Fragt man diejenigen, die die jeweiligen Sportarten betreiben werden die Gefahren oft ganz anders eingeschätzt.
 
Natürlich sind Unfälle leider auch in diesem Sport nicht zu vermeiden. Wir wollen auch nicht abstreiten, dass man manchmal für einen kleinen oder einen dummen Fehler mit schmerzhaften Verletzungen bezahlt, die einen langen Heilprozess zur Folge haben. Doch das kann genauso bei jedem anderen beliebigen Sport passieren. Das Beste Beispiel ist Fußball. Wie oft müssen dort die Spieler wegen Kreuzbandrissen oder anderen Bänderverletzungen behandelt werden. In der Küche kann man sich mit scharfen Messern schneiden und sich an kochendem Wasser verbrennen oder man wird in der Stadt von einem Auto angefahren. Die Gefahr, sich zu verletzen, verfolgt uns also ständig.Wenn einem beim Downhillen etwas passiert, ist man zum Großteil der Fälle selbst daran schuld, was nicht unbedingt besser ist als Fremdverschulden. Man hat sich überschätzt, war nicht konzentriert oder man ist kraftlos, weil man zu lange gefahren ist.
 
Wer also mit Bedacht fährt, macht schon mal den ersten wichtigen Schritt um das Verletzungsrisiko zu verringern. Außerdem fängt man ja nicht gleich bei 100 an. Man tastet sich Stück für Stück an die Sprünge heran, man wird schneller und irgendwann springt man Sachen, von denen man früher dachte, dass sie total verrückt seien. Und es erscheint einem ganz normal. Anders ist es bei den Pros, die man aus den Filmen und von den Rennen kennt, auch nicht. Der einzige Unterschied ist, dass wir nur wenig von deren Entwicklungen und Fortschritten mitbekommen und wir das Gefühl haben sie seien übermenschlich.
 
Unser erster Rat ist also: Fangt langsam an. Es hat keinen Sinn sich zu verletzen, weil man zu wild macht. Außerdem sollte der Spaß immer im Vordergrund stehen. Der Rest kommt früher oder später von selbst.

 

Die Ausrüstung
Bevor es losgehen kann braucht man die richtige Ausrüstung. Diese ist neben dem Bike der größte Sparbuchkiller. Je nachdem wie intensiv man den Sport betreiben will, desto höher werden die Anschaffungskosten. Ob es nur ein Wochenendtrip oder ein längeres Hobby werden soll. Dies sollte man sich im Vorhinein auf jeden Fall klar machen. Denn je professioneller man den Sport betreiben will desto höher werden die Anschaffungskosten. Es hat jedoch auch keinen Sinn nur nach möglichst billigen No-Name Produkten Ausschau zu halten. Die Protektoren sollen ja schützen und nicht lästig und unbequem sein, wenn man sie trägt, und das Fahrrad soll nicht schon nach der ersten Abfahrt seinen Dienst quittieren. Was man auf jeden Fall zum Downhillen benötigt sind:
 
      1. Helm
      2. Handschuhe
      3. Protektoren
      4. feste Sport-/Skaterschuhe
      5. eine Hose (die auch kaputt gehen kann)
      6. ein Trikot, T-Shirt oder ähnliches
 
Zusätzlich empfehlen wir atmungsaktive Unterwäsche für den Tragekomfort und eine MotoX Brille,die die Augen schützt. Wer sich nicht gleich für das erste Mal eine komplette Ausrüstung anschaffen will, kann auch Protektoren vom Inline Skaten benutzen. Dies sollte aber keine dauerhafte Lösung sein. Alternativ kann man sich auch in den Fun-Parks Helme und Protektoren leihen.
 
Das Bike
Ohne Bike geht gar nichts. Die Kriterien bei der Wahl des richtigen Fahrrads sind ziemlich ähnlich, wie die bei der Wahl der Ausrüstung. Auch hier zählt, wer nur mal reinschnuppern möchte muss sich nicht gleich ein DH-Bike für mehrere Tausend Euro kaufen. Für den Anfang reicht auch ein Cross Country Fully oder ein normales Mountainbike. Man sollte jedoch dran denken, dass der Downhillsport nicht gerade zu den materialschonenden Sportarten gehört. Man muss also damit rechnen, dass ein paar Teile kaputt gehen können. Zu den Schwachstellen bei normalen Mountainbikes zählen unter anderem die Felgen. Diese sind eher für normale Waldabfahrten konzipiert und stoßen auf DH-Strecken schnell an ihre Grenzen. Es kann also gut sein, dass die Laufräder nach einem Tag im Downhill Park etwas „eiern“ und man sie wieder neu zentrieren muss. Wem sein eigenes Rad zu schade ist, der kann in fast jedem Bike Park Räder, vom Freerider bis hin zum Downhiller, mieten. Dies würden wir Anfängern empfehlen, auch wenn das Wochenende dadurch etwas teurer wird. Durch den vielen Federweg wird der Fahrkomfort deutlich gesteigert, da große Steine und Wurzeln leichter überfahren werden können als mit einer XC (Cross Country)-Gabel.
 
 
Die Streckenwahl
Jetzt wo die Ausrüstung komplett ist und ein richtiges Bike gefunden ist kann es losgehen. In fast jedem DH-Park stehen einem mehrere Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung.
Denn auch die Parkbetreiber wissen, dass nicht nur Profis auf ihren Strecken unterwegs sind, sondern auch Einsteiger. Viel Strecken sind also schon von
Anfang an so gebaut, dass schwierige Teilstücke umfahren werden können. Es ist also keine Voraussetzung, dass man schon zahlreiche Erfahrungen im Bereich Downhill gesammelt haben muss, um in einem Fun-Park fahren zu können. Eine gewisse Grundsicherheit auf dem Fahrrad ist trotzdem nicht von Nachteil und kann einem helfen dem Tag etwas entspannter anzugehen.
 
Was in einem Park nicht zu vermeiden ist, ist das andere Fahrer auf der Strecke sind, die schneller als man selbst unterwegs sind. Sollte man also einen schnelleren Fahrer hinter sich hören hat es keinen Sinn in Panik zu geraten und hektisch und schnell weiter zufahren. Dies endet häufig in Stürzen, da man dazu neigt über sein Limit hinaus zu fahren. Die Fahrer hinter einem machen langsam. Auch die sind an ihren ersten Tagen nicht gleich in Topzeiten die Strecken hinunter gefahren. Sie können sich also in die Situation hineinversetzen, in der man gerade ist. Wenn ein weitläufigerer Streckenabschnitt kommt fährt man an den Rand und lässt sie einfach vorbei. Dann kann man, ohne sich gedrängt zu fühlen seine eigene Abfahrt in Ruhe fortsetzen. Und davon haben beide am meißten.

Auch das Wetter sollte bei den ersten Schnupperwochenenden berücksichtigt werden. Es ist um einiges leichter, wenn man bei Trockenheit fährt als bei Nässe. Durch den Regen werden Wurzeln und Steine rutschig wie Seife und die Abfahrt wird um ein vielfaches schwieriger.

Wir fassen also noch mal zusammen. Erst einmal mit den leichteren Strecken anfangen, sich durch schnellere Fahrer nicht aus der Ruhe bringen lassen und die ersten Male bei schönem Wetter fahren.
 
 
Körperliche Voraussetzungen
Eine gewisse körperliche Grundfitness solltet ihr schon mitbringen. Denn auch wenn es viele nicht glauben. Downhill kann ganz schön anstrengend sein. Spätestens wenn ihr am Abend in der Badewanne liegt oder unter der Dusche steht werdet ihr eure Arme und Beine spüren. Die ständigen Schläge durch Steine, Wurzeln und Bodenwellen beanspruchen vor allem die Arme und den Oberkörper. Doch auch die Oberschenkel werden nicht weniger geschont. Dadurch dass man die meiste Zeit im Stehen fährt sind auch die Beine den Tag über gut beschäftigt.

Doch auch wer keine Muskeln wie Popeye oder Arnold Schwarzenegger hat, hat nicht weniger Spaß. Der einzige Unterschied ist die Stärke des Muskelkaters am nächsten Tag.
 
Wenn man diese Punkte immer im Hinterkopf behält sollte einem entspannten und erlebnisreichen Wochenende nichts im Wege stehen
 

Nächste Renntermine

27.01. - 27.01.
White Style
27.01. - 29.01.
New Zealand DHI
04.02. - 04.02.
11. Davos FearNada
04.02. - 05.02.
Snowdownhill 2012
22.02. - 27.02.
Australian DHI / 4X

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